Die Reben

Während an der Côte de Nuits vorwiegend Rotwein aus der Pinot-Noir angebaut wird, findet man an der Côte de Beaune Rotweine sowie Weißweine aus der Rebsorte Chardonnay.

Chardonnay

Diese weiße, aus Burgund stammende Rebsorte, ist in ihrer Bekanntheit ungeschlagen, sie ist fast schon ein Markenname. Inzwischen ist sie fast über alle Weinbauregionen der Welt verteilt. Meist bringt diese säurearme Rebsorte gefällige, wenig ausdrucksvolle weine hervor, in Spitzenlagen wie Corton-Charlemagne oder gar Le Montrachet gewinnen gute Winzer gar einige der besten Weißweine der Welt aus dieser Moderebsorte. Alle besseren Weißweine Burgunds sind aus der Chardonnay gekeltert. Sie nimmt gerne den mineralischen Charakter des Kalkbodens auf, in Chablis den typischen Feuersteingeschmack und im Jura einen oxidierten Charakter von den „Marnes Bleues“.  

Die Chardonnay aus guten Lagen eignet sich hervorragend für den Barriqueausbau, bei dem sie an Komplexität gewinnt, aber den mineralischen Charakter meist einbüßt.

(c) 2000, 2001 Burgund-Weine

Pinot-Noir

Die Pinot Noir ist eine der großen roten Rebsorten Frankreichs, die inzwischen fast in allen nicht übermäßig heißen Weinregionen der Welt angebaut wird. Pinot Noir ist in ihren Leistungen sehr unbeständig und sehr fäulnisanfällig, da  die Trauben sehr dicht angeordnet sind. Sie ergibt Weine einer relativ hellen Farbe mit mäßigen Tanninen.  .

Die Weine bestechen durch ihre Frucht, Eleganz und Vielschichtigkeit. In der Jugend überwiegen Aromen von Himbeeren, Erdbeeren, Kirschen oder Cassis, im Alter treten Aromen von Walderde, Leder und Pilzen in den Vordergrund. 

Pinot Noir ist neben der Gamay die rote Rebsorte in Burgund, hier erreicht sie ihre allerhöchste Qualität wie nirgendwo sonst auf der Welt. Die Qualität gipfelt in den großen Lagen von Vosne-Romanée wie La Romanée Conti. Sie ist als die Königin der roten Rebsorten anzusehen